Bundesverband Elektrokleinstfahrzeuge e.V. gründet sich

Berlin, 15. März 2019 Die “Interessengemeinschaft Electric Empire” wird zum Bundesverband Elektrokleinstfahrzeuge e.V., um eine moderne und zukunftsfähige Verkehrswende stärker zu fördern. Als kompetenter Ansprechpartner für die Politik soll die Legalisierung aller Elektrokleinstfahrzeuge vorangetrieben und die Nutzer derselben entkriminalisiert werden!

In vielen europäischen Städten werden bereits Elektrokleinstfahrzeuge (EKF) genutzt und erfreuen sich wachsenden Interesses. Daher begrüßen wir es sehr, dass sich die Bundesregierung nun nach langer Entscheidungsfindung dazu entschieden hat, EKFs nun auch in Deutschland zuzulassen. Jedoch ist die EKF-Verordnung der Bundesregierung ein klares Indiz dafür, dass man nur einzelne Fahrzeuge und Insellösungen zulassen will. Dieses wird dem Potential und den jetzt schon am Markt erhältlichen Lösungen bei weitem nicht gerecht.

Mit der deutschlandweit ersten Demonstration zur Legalisierung hat Electric Empire schon Ende 2018 signalisiert, dass es eine wachsende Zahl von Nutzern gibt, die verschiedenste EKFs legal bewegen wollen. Natürlich muss die Einführung dieser Fahrzeuge in den Verkehr gut überlegt und sinnvoll umgesetzt werden, um Probleme mit anderen Verkehrsteilnehmern zu vermeiden. Allerdings kann das nicht durch eine extreme Überregulierung erfolgen, wie sie der Entwurf des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vorsieht. Wären ähnliche Hürden bei der Einführung von Fahrrädern oder Autos angewandt worden, so würden wir heutzutage nur  zu Fuß gehen!

Die EKF-Verordnung für Elektrotretroller und die angekündigte Sonderverordnung für Geräte ohne Lenkstange verhindern mit der Forderung nach einer allgemeinen Betriebserlaubnis und einer zusätzlichen Haftpflicht (auch für Kinder) die einfache Nutzung im Alltag. Andere europäische Länder wie Österreich oder Dänemark sind hier deutlich weiter.

“Elektrokleinstfahrzeuge sind keine Spielzeuge und wir Nutzer sind auch keine Raser oder Rowdys,” sagt Lars Zemke, Vorsitzender Vorstand von Electric Empire - Bundesverband Elektrokleinstfahrzeuge e.V. “Vielmehr wollen wir, sei es nun mit einem E-Roller, einem Elektroskateboard, einem Monowheel oder einem anderen EKF, unsere Fahrzeuge legal und im Einklang mit allen anderen Verkehrsteilnehmern nutzen.”

“Jede Fahrt mit einem EKF ist potentiell eine Fahrt weniger mit dem Auto,” merkt Ramón Goeden, stv. Vorstand von Electric Empire - Bundesverband Elektrokleinstfahrzeuge e.V. an. “Gerade in Großstädten ist der Verkehrsinfarkt spürbar. EKF können hier eine starke Entlastung bringen und wir sind angetreten, diese zu fördern!”

Über Electric Empire - Bundesverband Elektrokleinstfahrzeuge e.V.

Der Bundesverband ist die Interessenvertretung für Nutzer von Elektrokleinstfahrzeugen und Firmen, welche in diesem Bereich aktiv sind. Wir vertreten die gemeinsamen rechtlichen, wissenschaftlichen, gewerblichen und wirtschaftlichen Interessen der Nutzer, Anbieter und Hersteller jedweder Elektrokleinstfahrzeuge gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Wir werben weiterhin für eine innovative Mobilitäts- und Verkehrspolitik und versuchen, umweltbewusste und platzsparende Fahrzeuge als sinnvolle Alternative der Verkehrswende in der Gesellschaft bekannt zu machen.

  • Sven Neuhaus
    März 19, 2019 um 10:18 am Uhr

    Die Tatsache dass der Betrieb eines EKF das vielleicht nur 400€ kostet laut Bundesregierung 90€/Jahr kosten soll durch die Zwangsversicherung zeigt dass es sich hierbei nur um ein Feigenblatt handelt.

    Das wahre Ziel ist es weiterhin die Automobilindustrie zu „schützen“. Die Regierung als Helikopter-Eltern für die Industrie.
    Wobei das natürlich langfristig dazu führt dass Deutschland den Anschluss verliert und der Planet weiter kaputt geht.

  • Mellus
    März 19, 2019 um 5:33 pm Uhr

    Eine Versicherungspflicht halte ich für absolut sinnvoll. Eine bauartliche Beschränkung auf 20km/h und die Forderung nach einer ABE für eScooter bedeuten, dass tausende von bereits im Besitz von Usern befindlicher Roller nicht entkriminalisiert werden. Warum bei uns 20km/ und in Österreich, Frsnkreich oder Spanien 25km/h? Preiswerte und such für Nicht-Gutverdiener erschwingliche Modelle, wie zB. der Xiaomi M365 wären damit außen vor. VÖLLIG UNBEFRIEDIGEND !!!!

Beteilige Dich, sag was!

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht

News & Aktuelles